Workshops

WORKSHOPS 1 – 3
Workshop 1
Public Corporate Governance Kodex und Beteiligungsrichtlinie
In vielen Gebietskörperschaften wird bereits mit Public Corporate Governance Kodizes (PCGK) und Beteiligungsrichtlinien gearbeitet; in vielen weiteren wird die Einführung konkret diskutiert. Zudem ist die regelmäßige Überprüfung bzw. Evaluation von PCGK in diesen festgeschrieben worden. In dem Workshop wird veranschaulicht, erarbeitet und diskutiert, wie ein PCGK und eine Beteiligungsrichtlinie mit Praxisnutzen im Arbeitsalltag eingesetzt werden können und „Spielregeln“ verantwortungsvoller Public Corporate Governance “mit Leben gefüllt“ werden können. Weiterhin werden steuerungsrelevante Unterschiede zwischen PCGKs herausgearbeitet, Good Practice Beispiele für die Praxisarbeit identifiziert und Wege zur Ermittlung der Qualität von PCGK im Vergleich von Gebietskörperschaften aufgezeigt. Anhand von konkreten Praxisbeispielen wird ferner diskutiert, wie ein Muster-Public Corporate Governance Kodex im Arbeitsalltag vor Ort situationsgerechte Unterstützung leisten könnte.

  • Prof. Dr. Ulf Papenfuß, Inhaber des Lehrstuhls für Public Management
    und Public Policy an der Zeppelin Universität
  • Anja Naujokat, Referatsleiterin Beteiligungsmanagement, Berliner Senatsverwaltung für Finanzen
  • Rolf Wissing, Rechnungshof der Freien und Hansestadt Hamburg
Workshop 2
“Auf dem Weg nach EPSAS”
Die EU-Kommission hat jüngst einen Reformprozess mit dem Ziel initiiert, Standards für ein einheitliches öffentliches Rechnungswesen für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zu entwickeln (EPSAS), die an kaufmännischen Grundsätzen orientiert sind und größtenteils auf den International Public Sector Accounting Standards (IPSAS) basieren sollen. In diesem Workshop soll über die Fortschritt dieser Reformbemühungen informiert und über die Implikationen für ein öffentliches Konzernrechnungswesen diskutiert werden.

  • Dr. Isabell Nehmeyer-Srocke, Amtsleiterin der Kämmerei, Stadt Köln
  • Prof. Dennis Hilgers, Institut für Public und Nonprofit Management, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Johannes Kepler Universität Linz
  • Dr. Marc Hübscher, Partner | Financial Advisory, Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Workshop 3
Gesellschaftsgründungen und -betrieb

  • Dr. Sibylle Roggencamp, Amtsleitung Vermögens- und Beteiligungsmanagement, Finanzbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Dr. Martin Schellenberg, Rechtsanwalt und Partner, Kanzlei HEUKING KÜHN LÜER WOJTEK
  • Falko Keller, Steuerberater und Salaried Partner, Kanzlei HEUKING KÜHN LÜER WOJTEK
WORKSHOPS 4 – 6
Workshop 4
Risikomanagement und Compliance in der Beteiligungsverwaltung
Teil 1: Risikomanagement und -controlling als Frühwarnsystem im Konzernverbund

In Zeiten zunehmender kommunaler Aufgaben, reduzierter Finanzierungsspielräumen und hoher Leistungserwartungen der Öffentlichkeit gewinnt das Risikobewusstsein zunehmend auch in Städten und Gemeinden an Bedeutung. Entgegen der Regelungen für die Beteiligungsgesellschaften existieren zwar für den „Konzernverbund“ Stadt bzw. Kommune in den Gemeindeordnungen bundesweit keine gesetzlichen Vorgaben zur aktiven Risikoüberwachung und -steuerung. Im Sinne einer vorausschauenden und nachhaltigen Haushaltssteuerung ist es jedoch angebracht, mit Hilfe eines strukturiert-systematischen Vorgehens Risiken zu identifizieren, zu bewerten und mit Handlungsempfehlungen zu versehen. Bei der Erarbeitung des internen Kontrollsystems des Beteiligungsmanagement wurde bewusst auch eine praktikable Lösung geachtet. Sowohl für das Interne Überwachungssystem als auch für das Risikomanagementsystem wurde im Wesentlichen auf bereits vorhandene Instrumente des Beteiligungsmanagement zurückgegriffen. Insofern leistet das entwickelte Risikomanagementsystem neben der Schaffung der Transparenz bei Risiken auch einen Beitrag zur internen Stärkung der Verwaltungsabläufe des Beteiligungsmanagements.
Teil 2: Compliance für die Beteiligung an privatrechtlichen Unternehmen

Wenn man Compliance als das Befolgen von Regeln jedweder Art versteht, die der unternehmerischen Betätigung vorgegeben sind, ist es wichtig, dass die Kultur der Unternehmen bereits eine Anfälligkeit verhindert, ohne das es einer Überorganisation im Einzelnen bedarf. Dies ist auch für das Erscheinungsbild nach außen und auch für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter von Bedeutung. Insbesondere für die kleinen Beteiligungsunternehmen ist es wichtig, dass der organisatorische Aufwand dabei so gering wie möglich gehalten wird. Deshalb scheint es sinnvoll eine Rahmenrichtlinie für alle Beteiligungsunternehmen konzernweit zu erstellen und mit entsprechenden standardisierten Arbeitshilfen zu hinterlegen. Gegenstand des Workshops ist die Präsentation einer entsprechenden Rahmenrichtlinie mit standardisierten Arbeitshilfen zu den Themen Verhaltensgrundsätze, Korruptionsprävention, Zuwendungen sowie Schenkungen, Spenden, Sponsoring.

  • Lars Scheider, Leiter Beteiligungsmanagement, Stadt Frankfurt a.M.
Workshop 5
Beteiligungscontrolling und IT-gestütztes Berichtswesen
Eine Vielzahl öffentlicher Aufgaben wird außerhalb der Kernverwaltung in Eigen- und Regiebetrieben, Anstalten öffentlichen Rechts oder in privatrechtlichen Gesellschaftsformen erbracht. Dadurch haben sich insbesondere in den Kommunen aber auch auf Landesebene konzernähnliche Strukturen entwickelt. Die konsequente Ausrichtung des Handelns von Tochtergesellschaften der öffentlichen Hand setzt daher ein Steuerungskonzept und ein funktionierendes Beteiligungscontrolling voraus. Dieser Workshop stellt die Grundzüge eines Beteiligungscontrolling der öffentlichen Hand vor. Er gibt Antworten auf die zentralen Fragen bei der Steuerung öffentlicher Beteiligungen.

  • Werner Lütkenhaus, Amt für Konzernsteuerung und Sport, Stadt Hamm
Workshop 6
Rechte und Pflichten von Aufsichtsräten
Für Ihre Tätigkeit in einem öffentlichen Unternehmen benötigen Aufsichtsratsmitglieder neben branchenspezifischem Wissen verlässliche Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen im Spannungsfeld zwischen Gesellschaftsrecht und öffentlichen Auftrag, um Entscheidungen sicher treffen zu können. Denn gesellschaftsrechtliche, haushaltsrechtliche und politische Anforderungen bringen häufig Interessenkonflikte und daraus resultierende Haftungsrisiken mit sich. Daher werden den Teilnehmenden dieses Workshops die Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats in einem öffentlichen Unternehmen sowie persönliche Haftungsrisiken nahe gebracht.

  • Dr. Simone Hartmann, Regierungsdirektorin, Bundesministerium der Verteidigung
  • Georg Friedrich Jucknat, Vermögens- und Beteiligungsmanagement, Finanzbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg
WORKSHOPS 7 – 9
Workshop 7
Corporate Social Responsibility in Unternehmen der öffentlichen Hand

  • Prof. Dr. Inge Wulf, Institut für Wirtschaftswissenschaft, Technische Universität Clausthal
  • Claus-Peter Schmid, Referatsleiter, Bundesministerium der Finanzen
  • Dr. Marc Hübscher, Partner | Financial Advisory, Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Workshop 8
Digitaler Boardroom: Entscheidungsgrundlagen im Großformat?

  • Christopher Kaatz, Oberst i.G. a.D., zuletzt Referatsleiter “Controlling” im Bundesministerium der Verteidigung
  • Dr. Ulrich Bergmoser, Mitbegründer des Instituts für Public Management Hamburg
Workshop 9
Shared Services im städtischen Konzern
In der Privatwirtschaft ist es seit langem üblich, dass Konzerne zentrale Dienstleistungen in Tochterunternehmen auslagern, die dann an alle Konzerngesellschaften entsprechende Dienstleistungen erbringen. Diese Dienstleistungen reichen von der IT über Facility Management bis hin zu Buchhaltung und Abrechnung. Auch bei der öffentlichen Hand besteht seit langem unter dem Begriff der interkommunalen Kooperation und der Verwaltungskooperation das Bestreben, Leistungen zu bündeln und so effizienter und wirtschaftlicher zu erbringen. Zuletzt wurde das Thema noch dadurch befeuert, dass es in Zeiten der Hochkonjunktur zunehmend schwieriger wird, externe Dienstleister z.B. für Gebäudeinstandhaltung zu beauftragen. Der Aufbau eines eigenen Dienstleisters könnte daher eine sinnvolle Alternative sein.
Der Workshop befasst sich mit dem Für- und Wider derartiger Projekte und mit den rechtlichen Anforderungen und Restriktionen.

  • Dr. Martin Schellenberg, Rechtsanwalt und Partner, Kanzlei HEUKING KÜHN LÜER WOJTEK
  • Prof. Dr. Tino Schuppan, wissenschaftlicher Direktor, SHI Stein-Hardenberg Institut